Systemischer Ansatz

Bei dem Verständnis und der Behandlung von Problemen, Symptomen, Krisen und Konflikten hat der systemische Ansatz zur Beratung/ Therapie einen ganz besonderen Blickwinkel.

Im Unterschied zu anderen Therapieformen ist die systemische Arbeit lösungsorientiert und bemüht sich um eine Umdeutung der (in der Regel) problemorientierten Sicht des Klienten hin zu einer Lösung. Das Problem/ die Krankheit/ die Krise ist damit nicht nur eine Last, sondern wird zu einer Aufgabe. Eine Aufgabe, die es zunächst zu erkennen, und dann gemeinsam in der Therapie zu lösen gilt.

Der systemische Ansatz geht weiterhin davon aus, dass jeder Klient die Lösung für sein Problem in Form von Ressourcen und Kompetenzen schon in sich trägt. Meine Aufgabe als Therapeutin ist es, Ihnen dabei behilflich zu sein, diese Ressourcen wieder aufzuspüren und für Sie nutzbar zu machen und Sie bei der Entwicklung neuer Sichtweisen und oft ungeahnter Potentiale zu unterstützen.

Unterschiede zu anderen Therapieformen

Im Unterschied zu anderen Therapieformen verzichtet die systemische Therapie größtenteils darauf, nach möglichen Ursachen eines Problems in der Vergangenheit zu forschen. Die Ursachen sind in der Regel nicht veränderbar. Erlernte Verhaltensweisen, die daraus entstanden und früher sinnvoll erschienen, werden im Hier und Jetzt allerdings als hinderlich und kontraproduktiv erlebt. In der systemischen Therapie geht es nicht darum, Eingriff in die Persönlichkeit eines Menschen zu nehmen, sondern innere Anteile zu integrieren und alternative Handlungsstrategien zu erarbeiten.

Dennoch ist es immer wieder auch hilfreich, Familienmuster und –botschaften in die Therapie mit einzubeziehen. Jede Familie hat ihre ganz eigenen Wertevorstellungen, Glaubenssätze, die vermittelt werden und Umgangsgewohnheiten mit verschiedensten Themen des Lebens. Manches davon erlebt man später als unterstützend und förderlich, anderes wirkt sich eher hinderlich und belastend aus.