Familientherapie

Familien sind äußerst komplexe Gebilde. Sie stehen vor vielfältigen Aufgaben, die es gilt zu bewältigen. Neben der materiellen Versorgung und der Gewährleistung der psychosozialen Gesundheit der einzelnen Familienmitglieder (Werte, Normen, Bildung) stehen die Förderung der persönlichen individuellen Entwicklung und die gleichzeitige Rücksichtnahme auf die sozialen Bedürfnisse der Familie im Fokus.

Außerdem müssen sich Familien mit ihrer Umwelt, der Nachbarschaft, Schule und gesellschaftlichen Entwicklungen auseinandersetzen. Auch lebenszyklische Veränderungen wie die Geburt eines Kindes, das Erwachsenwerden der Kinder, Krankheit, Trennungssituationen in der Familie, Tod eines Familienmitglieds o.ä. stellen eine Herausforderung an die gesamte Familie dar.

Dies führt häufig zu Spannungen und auch Krisen, in der dann vermehrt psychische und/ oder körperliche Symptome bei einem oder mehreren Familienmitgliedern auftreten können. Häufig sind es die Kinder, die Symptome zeigen.

Wenn etwas schlecht läuft, oder es uns schlecht geht, dann neigen wir dazu, von „immer“ zu sprechen. Wir versäumen es, auf Nuancen zu achten, die einen Unterschied darstellen in Richtung einer Verbesserung. Der Schwerpunkt liegt oft in der Beschreibung des Problems und der Forschung nach möglichen Ursachen, und weniger darin, eine Lösung anzustreben.

In der systemischen Familientherapie werden die Symptome nicht isoliert betrachtet, sondern auf dem Hintergrund der gesamten Familie gesehen. Eine gemeinsam erlebte Situation wird von jedem Familienmitglied unterschiedlich wahrgenommen. Nicht besser oder schlechter, sondern nur anders. Ich möchte Ihnen helfen, diese unterschiedlichen Blickwinkel nicht nur transparent zu machen, sondern sie für eine mögliche Lösung zu nutzen. Etwas anders sehen zu können, birgt gleichzeitig die Möglichkeit, sich zukünftig auch anders verhalten zu können, eine zu lösende Aufgabe mit einer anderen, neuen Strategie zu bewältigen und so die Symptome überflüssig zu machen.